Grußwort der Schirmherrin Frau Prof. Dr. Gesine Schwan

Das Ruhrgebiet, geprägt von 150 Jahren dynamischer industrieller Entwicklung und einer multiethnischen Bevölkerungsstruktur, musste und muss sich immer wieder neu erfinden. Die multikulturelle Gesellschaft steht für Vielfalt und Authentizität. Für alle, die in diesem Schmelztiegel zu Hause sind, stellt sich immer wieder die Frage, wie Kommunikation in dieser gelebten kulturellen Vielfalt gelingen kann.

Hier sind Kompetenzen gefragt, die aus den Erfahrungen internationaler Verständigung und überregionaler Kooperation maßgeblicher Institutionen erwachsen. Kompetenzen und Erfahrungen, die es gilt, im Gestaltungsraum einer europäischen Kulturhauptstadt, wie es das Ruhrgebiet im Jahr 2010 ist, zu kultivieren und zukunftsweisend einzubringen.

Hier ist es bemerkenswert, dass sich die künstlerischen Protagonisten aus sieben Stadtkirchen der Metropole Ruhr zu einer ungewöhnlichen und pointierten Veranstaltungsreihe zusammen geschlossen haben. In ihrem musikalischen Netzwerkprojekt BABEL thematisieren sie in gestalterischer Vielfalt Aspekte der Sprachverwirrung und Sprachverständigung und setzen in der Woche vor Pfingsten einen die gesamte Region durchschreitenden Akzent. Auf höchst innovative Weise gipfelt die Konzertreihe schließlich in einem multimedialen Simultankonzert. So umspannt ein Fest gelingender Kommunikation die Sakralbauten von Duisburg bis Dortmund, verschmilzt sie zu einem einzigartigen Kommunikationsraum.

Ich wünsche dem musikalischen Netzwerkprojekt BABEL zahlreiche Besucher und anregende Konzert- und Kommunikationserlebnisse.